Katholischer Krankenhausverband Deutschlands e.V.

Qualitätspolitik

Der kkvd beschäftigt sich in vergangenen Jahren intensiv mit dem Thema Qualität. Das Krankenhausstrukturgesetz stellt hier neue Anforderungen an die Krankenhäuser, indem die Vergütung künftig stärker von Qualitätsindikatoren abhängig sein soll.

 Qualität fair finanzieren

Die Christlichen Krankenhäuser in Deutschland (CKiD) haben bereits 2014 Qualitätsprüfsteineunter dem Motto „Qualität und Identität“ veröffentlicht. Die christlichen Krankenhäuser stellen sich der Herausforderung, das strategische und operative Handeln an christlichen Wertmaßstäben ausrichten und in diesem Sinne an der ständigen Verbesserung ihrer Qualität zu arbeiten. Eine umfassende Qualitätsorientierung und die Einhaltung ihres Qualitätsversprechens sind für die christlichen Krankenhäuser ethische Verpflichtung und Identitätsmerkmal.

Der kkvd sucht den Diskurs mit allen, denen es um gute Qualität im Gesundheitswesen geht. Daher engagieren wir uns auch aktiv im Verein für Qualitätsindikatoren für Kirchliche Krankenhäuser (QKK e.V.). Der Verein QKK setzt sich für die Steigerung der Transparenz stationärer Leistungen sowie die Verbesserung der Ergebnisqualität im Krankenhaus ein. Behandlungsqualität und Orientierung an christlichen Werten bilden für kirch­liche Krankenhäuser eine Einheit. Die üblichen Qualitätsindikatoren messen überwiegend Sterblichkeits- und Kom­plikationsraten. Die neu entwickelten QKK-Indikatoren ergänzen diese Kenn­zahlen und unterstützen den Versuch, die Qualität der medizinischen Versor­gung vulnerabler Patientengruppen zu messen und zu verbessern.

Mit unserem Engagement wollen wir aktiv eigene Beiträge in die aktuelle gesundheitspolitische Qualitätsdebatte einbringen und das Augenmerk der Politik auf die hierfür notwendigen Rahmenbedingungen richten.

Download CKiD- Qualitätsprüfsteine

Das Projekt „P4P-Check

Des Weiteren hat der kkvd die Intention des Gesetz­gebers, die Leistungsvergütung der Krankenhäuser durch ein System von Qualitätszu- und -abschlägen auf das jeweilige Erlösbudget mit soge­nannten selektiven Qualitätsverträgen zu ergänzen, von Beginn an kritisch begleitet. Daher hat der kkvd in enger Zusammenarbeit mit dem QKK e.V. das sogenannte Projekt „P4P-Check“ ins Leben gerufen. P4P-Verfahren koppeln die Vergütung von Versorgern im Gesundheitswesen an das von diesen erbrachte, durch Kennzahlen dargestellte Leistungsni­veau. Durch differenzierende finanzi­elle Anreize sollen Versorger motiviert werden, ihre Versorgungspraxis im Hinblick auf Qualität und Effizienz des Gesundheitssystems nachhaltig und umfassend zu optimieren und weiterzu­entwickeln. Es ist ein Projektan­gebot des kkvd für seine Mitgliedsein­richtungen, um die Auswirkungen eines möglichen Pay-for-Performance-Ver­gütungsansatzes zu analysieren und zu verdeutlichen.