Katholischer Krankenhausverband Deutschlands e.V.

GVWG: Kritik an Vorhaben zur Reform der medizinischen Versorgung

13.04.2021 – Im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages wurde ein Gesetzentwurf zur Reform der medizinischen Versorgung beraten. Unter anderem soll die Vergütung der ambulanten Notfallversorgung mit dem “Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung” (GVWG)   an ein standardisiertes Verfahren gekoppelt werden. In einer gemeinsamen Stellungnahme kritisieren der Deutsche Caritasverband (DCV) und der kkvd diese Einzelmaßnahme als nicht geeignet, um Patientinnen und Patienten in die passenden Versorgungswege zu lenken.

Die Verbände sprechen sich auch gegen eine separate Veröffentlichung der Ergebnisse zur Qualitätssicherung einzelner Reha-Träger aus. Die erwünschte Transparenz für die Versicherten könne nur über eine gemeinsame Veröffentlichung der Qualitätsergebnisse von Kranken- und Rentenversicherung erreicht werden. Die Anpassung der Vereinbarungen zu psychiatrischen und psychossomatischen Institutsambulanzen (PIA/PsIA) an Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) wird abgelehnt, da sich die Funktionen der PIA und PsIA, die als Bestandteil der Krankenhausorganisation zur ambulanten Versorgung ermächtigt sind, maßgeblich von den Aufgaben des vertragsärztlichen Bereichs unterscheiden.

Die Stellungnahme als Download im PDF-Format